Die BDSW-Landesgruppe Hamburg hat den regelmäßigen und inzwischen traditionellen Austausch mit Auszubildenden der Sicherheitswirtschaft fortgesetzt. An der Berufsschule 27 (BS 27) kamen Vertreter von Arbeitgebern, Sozialpartnern, Kammern und Schule mit rund 80 Auszubildenden des ersten Ausbildungsjahres zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit zusammen, um offen über Erfahrungen, Erwartungen und Herausforderungen zu sprechen. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Silvia Heppe, stellvertretende Schulleiterin der BS 27, die die Bedeutung des Dialogs zwischen Schule, Ausbildungsbetrieben und Verbänden für eine erfolgreiche berufliche Entwicklung hervorhob. An dem Austausch beteiligten sich Tobias Knahl von der Handelskammer Hamburg, Klaus Kapinos vom ASW Nord, Peggy Prescher von ver.di sowie Carsten Klauer aus dem Vorstand der BDSW-Landesgruppe Hamburg und Inhaber der POWER Gruppe.

Ebenfalls aktiv eingebunden war Daniel Büschel, Sprecher des Prüfungsausschusses für die Exzellenzausbildungsbetriebe, der die Perspektive der Prüfungs- und Qualitätsarbeit in die Gespräche einbrachte.

In zwei Gruppen fanden intensive Gespräche mit den Auszubildenden statt. Die Rückmeldungen waren geprägt von hoher Motivation, Offenheit und Ehrlichkeit. Freiwillige Auszubildende trugen anschließend die Ergebnisse der Befragungen zu ihren Erfahrungen nach den ersten sieben Monaten der Ausbildung vor. Thematisiert wurden sowohl positive Aspekte als auch bestehende Herausforderungen im Ausbildungsalltag.

Die anschließende Fragerunde und Diskussion wurde moderiert von Benjamin Schlesinger (BS 27) und Frank Schimmel, Vorsitzender des Fachausschusses Ausbildung des BDSW. Der offene Austausch ermöglichte eine differenzierte Betrachtung der aktuellen Ausbildungssituation.

Aus Sicht der beteiligten Stakeholder zeigt sich eine insgesamt positive Entwicklung: Die Situation der Auszubildenden hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Diese Einschätzung wird auch von ver.di und der Handelskammer Hamburg geteilt. Die seit 2018 bestehende Exzellenzausbildungsinitiative leistet hierzu einen wichtigen Beitrag, indem sie Ausbildungsqualität stärkt, Transparenz schafft und die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten fördert.

Gleichzeitig wurden auch weiterhin bestehende Problemfelder benannt. Dazu zählen unter anderem Ausbildungsvergütungen, die nicht vertragsgemäß oder nicht pünktlich gezahlt werden, fehlende oder schwer erreichbare Ausbilder, kurzfristige Änderungen der Dienstplanung mit eingeschränkter Freizeitplanung sowie Einzelfälle, in denen Kosten für dienstlich erforderliche Kleidung nicht übernommen wurden. Kritisch gesehen wurde zudem der Einsatz von Auszubildenden an Alleinarbeitsplätzen ohne Begleitung oder als Revierfahrer.

Für diese und andere Anliegen steht den Auszubildenden weiterhin Sandra Sommer als Ombudsfrau zur Verfügung. Sie ist regelmäßig an der Berufsschule präsent und bietet Gespräche, Informationen und Beratung an. Ein Großteil der Auszubildenden kennt dieses Angebot, einige haben bereits Kontakt aufgenommen.

Der BDSW und seine Partner werden den eingeschlagenen Weg fortsetzen. Der direkte Dialog mit den Auszubildenden bleibt ein zentraler Baustein, um Ausbildungsbedingungen kontinuierlich zu verbessern, Probleme frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln – für eine starke, zukunftsfähige Sicherheitswirtschaft.

https://www.bdsw.de/news-ausbildung/bdsw-landesgruppe-hamburg-im-dialog-mit-auszubildenden-ausbildungsqualitaet-weiter-im-fokus

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